Welche Schritte sind bei wasserunlöslichen Farbstoffen durchzuführen

Waschen und Vorbereiten des Materials:

  • Als erstes wiegt Ihr das Material im trockenen Zustand ab. Wenn nichts anderes dabei steht, beziehen sich fast immer alle Rezepte auf 100g. Material.

Danach ab ins Wasser, damit das Material direkt aufnahmefähig und nicht fleckig wird.

  • Beizen des Materials:

Entfällt

  • Die Küpe vorbereiten:

Indigo zum Beispiel lässt sich nicht in Wasser auflösen und benötigt eine andere Methode, um sich entfalten zu können.

Pro 4gr. Indigo nimmt man 5ml 25%ige Natronlauge und 6g. Natriumdithion. Damit löst sich Indigo auf und macht ihn für das Material startklar.

  • Färben:

Das feuchte Material kommt nun in den Färbersud hinein und darf seine Runden schwimmen. Ab und an umrühren, damit der Farbstoff überall heran kann und die Luftblasen sich verabschieden. In der Regel bleibt das Material ebenfalls eine gute Stunde darin liegen. Hier wird es auch spannend. Indigo mit Natronlauge und Natriumdithion ergeben eine gelbe Küpe. Das Material wird beim eintauche und herausnehmen ebenfalls gelb sein. Nun oxidiert es an der Luft, wobei es mit dem Sauerstoff reagiert und langsam blau wird. Hexenwerk.

  • Nachbereiten:

Nun kommt das Feintuning. Entweder Ihr wiederholt den Färbevorgang und erreicht eine intensivere Farbqualität oder Ihr nuanciert. Also verändert die Farbe durch Beimengen von Stoffen, die das Farbbild verändern (Eisen, Kreide oder ähnlichem).

  • Spülen:

Spült das Material danach mit warmem Wasser und Essig aus. Das „Ausbluten“ sorgt dafür, dass der überschüssige Farbstoff sich später nicht auf eure Haut absetzt oder andere Stücke beschmutzt und verfärbt. Essig neutralisiert das Ganze und schont die Fasern.